April 13, 2023
Am Dienstag, als ich aus Ungarn heimkehrte, hatte ich vor meinem nächsten Umstieg ein paar Stunden in Stuttgart totzuschlagen. Nach einem kleinen Nachtspaziergang in der Stadt, habe ich mir eine seltsame Szene im Hauptbahnhof angesehen. Eine wahrscheinlich beunruhigte chinesische Frau ist in einem Zug eingestiegen, und dann sofort daraus ausgestiegen. Sie sah ganz verwirrt aus. Sie sprach weder Deutsch noch Englisch, und hat nur einen chinesischen Satz auf Google Translate geschrieben, bevor sie ihn einigen Personen auf dem Bahnsteig gezeigt hat. Sie hatte sicher einige Internetverbindungsprobleme, weil die chinesischen Schriftzeichen sich weigerten, sich in einen verständlichen deutschen Satz zu verwandeln, und die armen Deutschen, die zur Hilfe bereit waren, konnten nur angesichts ihrer Verzweiflung machtlos bleiben.
Dann hat sie vor Wut, oder eher vor Frustration, gestöhnt und getrampelt — genau wie ein kleines Kind, dessen Lutscher beraubt worden wäre. Deswegen war die Situation ein bisschen komisch — zumindest für mich, denn ich stelle mir vor, dass die Dame anders denken musste. Doch hat diese Szene bei mir vor allem ein Ratlosigkeitsgefühl erregt: Wie kann man sich in ein unbekanntes Land wagen, ohne irgenwelche Fremdsprache zu sprechen, nur mit einem blinden Vetrauen in technologische Geräte? Jeder, der Technologie und Maschinen schon verwandt hat, weißt, dass sie ihre Grenzen haben. Sie können uns helfen aber auch verraten, denn sie sind nicht 100% zuverlässig. Man kann etwas von ihnen erwarten, aber man sollte gar nicht nur mit ihnen rechnen. Und dann habe ich daran gedacht, wie sehr ich immer Google Maps benutze, um meinen Weg in unbekannten Orten zu finden. Was wäre passiert, wenn ich mich telefonlos in der Mitte von Budapest gefunden wäre? Sicher hätte ich so verirrt wie diese Dame ausgesehen...
Vielleicht ist es typisch für unsere Epoche. Wir delegieren den Maschinen immer mehr Kompetenzen. Heute haben wir viele Menschen, die glauben, ChatGPT und Künstliche Intelligenz im Allgemeinen werden uns zu einem neuen Nirvana bringen, und der Menschheit helfen, eine neue Goldene Zeit zu erreichen. Die Maschinen sind die neuen Götter: Wir halten sie für allmächtig und allwissend, also erwarten wir von ihnen, dass sie alle unseren Probleme für uns lösen. Und wenn die Götter vor unseren Gebeten die Ohren verschließen — ein solcher Tag IMMER kommt — finden wir uns ganz hilflos.
Wie können wir unsere Technologiesucht überwinden? Jeder Kampf gegen Abhängigkeit ist schwierig, also bin ich nur von einem Ding sicher: Das werden wir über Nacht nicht tun!
Unsere neuen Götter
Am Dienstag, als ich aus Ungarn heimkehrte, hatte ich vor meinem nächsten Umstieg ein paar Stunden in Stuttgart totzuschlagen.
Nach einem kleinen Nachtspaziergang in der Stadt, habwurde ich mirZeuge einer seltsamen Szene im Hauptbahnhof angesehen.
Der Satz ist völlig korrekt, klingt aber so, als ob Sie bewußt und mit der Absicht, diese Szene zu sehen, in den Bahnhof gegangen wären. (Vgl.: Ich habe mir einen Film im Kino angesehen.)
Die Korrektur macht daraus ein Zufallsereignis.
Eine wahrscheinlich beunruhigte chinesische Frau ist in einemn Zug eingestiegen, und dann sofort darauswieder ausgestiegen.
Sie sah ganz verwirrt aus.
Sie sprach weder Deutsch noch Englisch, und hat nur einen chinesischen Satz auf Google Translate geschrieben, bevor sie ihn einigen Personen auf dem Bahnsteig gezeigt hat.
Sie hatte sicher einige Internetverbindungsprobleme, weil die chinesischen Schriftzeichen sich weigerten, sich in einen verständlichen deutschen Satz zu verwandeln, und die armen Deutschen, die zur Hilfe bereit waren, konnten nur angesichts ihrer Verzweiflung nur machtlos bleibedanebenstehen/mit den Schultern zucken/mit dem Kopf schütteln.
oder: ... waren angesichts ihrer Verzweiflung machtlos.
"machtlos bleiben können" ist keine gängige Wendung und klingt einfach falsch.
Dann hat sie vor Wut, oder eher vor Frustration, gestöhnt und mit den Füßen getrampelt — genau wie ein kleines Kind, dessen Lutscher bergeklaubt wourden wäre.
Mit dem Verb "berauben" steht die betroffene Person im Akkusativ und das Diebesgut im Genitiv. Also: "genau wie ein kleines Kind, das seines Lutschers beraubt worden war"
Ansonsten denke ich beim Verb "rauben" and Banken, Museen oder Kunstgalerien, wo große Werte gestohlen werden. "Stehlen" kann man ein Auto, eine Handtasche oder auch nur eine Armbanduhr. Das ist strafbar, und man würde es der Polizei melden. "Klauen" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für stehlen, aber auch etwas zwangloser. Jemandem den Lutscher wegzunehmen, ist nicht strafbar und niemand käme auf die Idee, das der Polizei zu melden. In diesem Fall von "stehlen" zu sprechen, wäre übertrieben, aber "klauen" kann man problemlos sagen.
Deswegen war die Situation ein bisschen komisch — zumindest für mich, denn ich stelle mir vor, dass die Dame anders denken musste.
Doch hat diese Szene bei mir vor allem ein Ratlosigkeitsgefühl erregt: Wie kann man sich in ein unbekanntes Land wagen, ohne irgenwelche Fremdsprachen zu sprechen, nur mit einem blinden Vetrauen in technologische Geräte?
Jeder, der Technologie und Maschinen schon verwandt hat, weißt, dass sie ihre Grenzen haben.
Sie können uns helfen aber auch verratim Stich lassen, denn sie sind nicht 100% zuverlässig.
Verrat impliziert immer eine Absicht. Ich hoffe doch sehr, daß unsere Geräte nicht dazu in der Lage sind, die eigenständige Entscheidungen zu treffen, nicht das zu tun, was wir ihnen sagen.
Man kann etwas von ihnen erwarten, aber man sollte gar nicht nur mit ihnen rechnauf sie zählen.
Und dann habe ich daran gedacht, wie sehr ich immer Google Maps benutze, um meinen Weg in unbekannten Orten zu finden.
Was wäre passiert, wenn ich mich telefonlos in der Mitte von Budapest gbefunden wärhätte?
Sicher hätte ich so verirrt wie diese Dame ausgesehen...
Vielleicht ist es typisch für unsere Epoche.
Wir delegieren den Maschinen immer mehr Kompetenzen an Maschinen.
Heute haben wirgibt es viele Menschen, die glauben, ChatGPT und Künstliche Intelligenz im Allgemeinen werden uns zu einem neuen Nirvana bringen, und der Menschheit helfen, eine neue Goldene Zeit zu erreichen.
Die Maschinen sind die neuen Götter: Wir halten sie für allmächtig und allwissend, also erwarten wir von ihnen, dass sie alle unseren Probleme für uns lösen.
Und wenn die Götter vor unseren Gebeten die Ohren verschließen — ein solcher Tag IMMER kommt — findkommt IMMER — stehen wir uns ganz hilflos da.
Ich vermute mal, das war eine wörtliche Übertragung von "se trouver abandonné" oder so ähnlich. Das funktioniert so im Deutschen leider nicht.
Wie können wir unsere Technologiesucht überwinden?
Jeder Kampf gegen Abhängigkeit ist schwierig, also bin ich nur von einem Dingmir nur einer Sache sicher: Das werden wir nicht über Nacht nicht tun!
oder: ... also bin ich nur von einer Sache überzeugt: ...
Es mag Ausnahmen geben, aber ein Ding ist in der Regel ein sicht- und greifbares Objekt, während "Sache" auch etwas Abstraktes bezeichnen kann.
Unsere neuen Götter This sentence has been marked as perfect! |
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Nach einem kleinen Nachtspaziergang in der Stadt, habe ich mir eine seltsame Szene im Hauptbahnhof angesehen. Nach einem kleinen Nachtspaziergang in der Stadt, Der Satz ist völlig korrekt, klingt aber so, als ob Sie bewußt und mit der Absicht, diese Szene zu sehen, in den Bahnhof gegangen wären. (Vgl.: Ich habe mir einen Film im Kino angesehen.) Die Korrektur macht daraus ein Zufallsereignis. |
Eine wahrscheinlich beunruhigte chinesische Frau ist in einem Zug eingestiegen, und dann sofort daraus ausgestiegen. Eine wahrscheinlich beunruhigte chinesische Frau ist in eine |
Sie sah ganz verwirrt aus. This sentence has been marked as perfect! |
Sie sprach weder Deutsch noch Englisch, und hat nur einen chinesischen Satz auf Google Translation getippt, bevor sie ihn einigen Personen auf dem Bahnsteig gezeigt hat. |
Sie hatte sicher einige Internetverbindungsprobleme, weil die chinesischen Schriftzeichen sich weigerten, sich in einen verständlichen deutschen Satz zu verwandeln, und die armen Deutschen, die zur Hilfe bereit waren, konnten nur angesichts ihrer Verzweiflung machtlos bleiben. Sie hatte sicher einige Internetverbindungsprobleme, weil die chinesischen Schriftzeichen sich weigerten, sich in einen verständlichen deutschen Satz zu verwandeln, und die armen Deutschen, die zur Hilfe bereit waren, konnten oder: ... waren angesichts ihrer Verzweiflung machtlos. "machtlos bleiben können" ist keine gängige Wendung und klingt einfach falsch. |
Dann hat sie vor Wut, oder eher vor Frustration, gestöhnt und getrampelt — genau wie ein kleines Kind, dessen Lutscher beraubt worden wäre. Dann hat sie vor Wut, oder eher vor Frustration, gestöhnt und mit den Füßen getrampelt — genau wie ein kleines Kind, dessen Lutscher Mit dem Verb "berauben" steht die betroffene Person im Akkusativ und das Diebesgut im Genitiv. Also: "genau wie ein kleines Kind, das seines Lutschers beraubt worden war" Ansonsten denke ich beim Verb "rauben" and Banken, Museen oder Kunstgalerien, wo große Werte gestohlen werden. "Stehlen" kann man ein Auto, eine Handtasche oder auch nur eine Armbanduhr. Das ist strafbar, und man würde es der Polizei melden. "Klauen" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für stehlen, aber auch etwas zwangloser. Jemandem den Lutscher wegzunehmen, ist nicht strafbar und niemand käme auf die Idee, das der Polizei zu melden. In diesem Fall von "stehlen" zu sprechen, wäre übertrieben, aber "klauen" kann man problemlos sagen. |
Deswegen war die Situation ein bisschen komisch — zumindest für mich, denn ich stelle mir vor, dass die Dame anders denken musste. This sentence has been marked as perfect! |
Doch hat diese Szene bei mir vor allem ein Ratlosigkeitsgefühl erregt: Wie kann man sich in ein unbekanntes Land wagen, ohne irgenwelche Fremdsprache zu sprechen, nur mit einem blinden Vetrauen in technologische Geräte? Doch hat diese Szene bei mir vor allem ein Ratlosigkeitsgefühl erregt: Wie kann man sich in ein unbekanntes Land wagen, ohne irgenwelche Fremdsprachen zu sprechen, nur mit einem blinden Vetrauen in technologische Geräte? |
Jeder, der Technologie und Maschinen schon verwandt hat, weißt, dass sie ihre Grenzen haben. Jeder, der Technologie und Maschinen schon verwandt hat, weiß |
Sie können uns helfen aber auch verraten, denn sie sind nicht 100% zuverlässig. Sie können uns helfen aber auch Verrat impliziert immer eine Absicht. Ich hoffe doch sehr, daß unsere Geräte nicht dazu in der Lage sind, die eigenständige Entscheidungen zu treffen, nicht das zu tun, was wir ihnen sagen. |
Man kann etwas von ihnen erwarten, aber man sollte gar nicht nur mit ihnen rechnen. Man kann etwas von ihnen erwarten, aber man sollte |
Und dann habe ich daran gedacht, wie sehr ich immer Google Maps benutze, um meinen Weg in unbekannten Orten zu finden. This sentence has been marked as perfect! |
Was wäre passiert, wenn ich mich telefonlos in der Mitte von Budapest gefunden wäre? Was wäre passiert, wenn ich mich telefonlos in der Mitte von Budapest |
Sicher hätte ich so verirrt wie diese Dame ausgesehen... This sentence has been marked as perfect! |
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Wir delegieren den Maschinen immer mehr Kompetenzen. Wir delegieren |
Heute haben wir viele Menschen, die glauben, ChatGPT und Künstliche Intelligenz im Allgemeinen werden uns zu einem neuen Nirvana bringen, und der Menschheit helfen, eine neue Goldene Zeit zu erreichen. Heute |
Die Maschinen sind die neuen Götter: Wir halten sie für allmächtig und allwissend, also erwarten wir von ihnen, dass sie alle unseren Probleme für uns lösen.
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Und wenn die Götter vor unseren Gebeten die Ohren verschließen — ein solcher Tag IMMER kommt — finden wir uns ganz hilflos. Und wenn die Götter vor unseren Gebeten die Ohren verschließen — ein solcher Tag Ich vermute mal, das war eine wörtliche Übertragung von "se trouver abandonné" oder so ähnlich. Das funktioniert so im Deutschen leider nicht. |
Wie können wir unsere Technologiesucht überwinden? This sentence has been marked as perfect! |
Jeder Kampf gegen Abhängigkeit ist schwierig, also bin ich nur von einem Ding sicher: Das werden wir über Nacht nicht tun! Jeder Kampf gegen Abhängigkeit ist schwierig, also bin ich oder: ... also bin ich nur von einer Sache überzeugt: ... Es mag Ausnahmen geben, aber ein Ding ist in der Regel ein sicht- und greifbares Objekt, während "Sache" auch etwas Abstraktes bezeichnen kann. |
Sie sprach weder Deutsch noch Englisch, und hat nur einen chinesischen Satz auf Google Translate geschrieben, bevor sie ihn einigen Personen auf dem Bahnsteig gezeigt hat. This sentence has been marked as perfect! |
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