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0.05

Ich habe Angst vor Wölfe - eine Übersetzung

Ich habe Angst vor Wölfe
von Kieran Joseph Shay Costello

Opa sagt das die Wölfe nicht mehr hier sind. Sie sind weg und werden nicht zurückkehren, also die Angst hat keine Sinn. Ich glaube ihm nicht. Ich spreche darüber in der Schule und die Kinder lachen mir an.
"Wer hat das gesagt?" verhöhnen sie.
Ich spreche ihnen was Onkel Ben gesagt hat - dass der Fluss den Herde nicht zulasst, aber ein oder zwei überqueren immer noch, sie rumhängen auf die Straßen, riechen den Luft, drücken seine Flanken gegen die offene Türe. Ich sage ihn nicht das ich der Wolf gesehen habe - wie ich der Wolf fast jede Nacht sehe. Es ist einfach die Geschichten zu verspotten.
Aber es war keine Geschichte für mich. Es steht aus dem Korridorlicht auf, wie der Rauch, bis es auf sein Hinterbeine steht, knorrige Pföte und gezackte Kiefer bereit ins Fleisch zu landen. Es kratzt und zischt, atmet mörderische Wolken. Der Wolf wird nicht springen, nicht zuerst. Es bewegt nicht, einatmet der Angst, genießt der Frucht.
Ich wache mit blaue Flecke auf und der Arzt sagt wie ich die Albträume gehabt habe.

(Das Original auf Englisch habe ich zu Notizen hinzugefügt.)

I'm Afraid of Wolves


by Kieran Joseph Shay Costello


Grandad says the wolves are gone. They’re gone and they’re not coming back, so there’s no reason to be scared. I don’t believe him. I tell the kids at school and they laugh.


“Says who?” they jeer.


I tell them what Uncle Ben said — that the river keeps out the pack but one or two still cross, that they stalk the streets, sniff the air, push their flanks against unlocked doors. I don’t tell them that I’ve seen the wolf — that I see it most nights. Stories are easy to ridicule.


But this wasn’t a story, not for me. It rises from the shadow of the hallway light, like smoke, until it stands on hind legs, gnarled claws and jagged jaw ready to fall upon flesh. Scratching and hissing, breathing bloodthirsty plumes. The wolf doesn’t pounce; not at first. It stands, inhaling the fear, savouring the dread.


I wake with bruises and the doctor says I’ve been having night terrors.


 

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Ich habe Angst vor Wölfen - eine Übersetzung
Angst vor Wölfen*

*Angst vor + Dativ
Ich habe Angst vor Wölfen
von Kieran Joseph Shay Costello
Opa sagt, dass die Wölfe nicht mehr hier sind.
das (see) vs. dass (et)
Sie sind weg und werden nicht zurückkehren, also die Angst hat keinen Sinn. / Varianten: Sie sind weg und werden nicht zurückkehren, also hat die Angst keinen Sinn. / Sie sind weg und werden nicht zurückkehren, also hat die Angst keinen Grund. / Sie sind weg und werden nicht zurückkehren, also ist die Angst unbegründet.
„…, also die Angst hat keinen Sinn“ kann man in der Umgangssprache sagen.

„…, also hat die Angst keinen Sinn“ ist stilistisch besser.

„Grund“ (cause, põhjus) scheint hier passender zu sein als „Sinn“.

„…, also ist die Angst unbegründet“ klingt vielleicht noch etwas besser.

unbegründet ≈ groundless, unfounded (Sagt man im Estnischen „põhjendamatu“ oder „alusetu“?)
Ich glaube ihm nicht.
Ich spreche darüber in der Schule und die Kinder lachen mir an. / Ich spreche darüber in der Schule und die Kinder lachen mich aus.
sie lachen mich aus ≈ they laugh at me, they make fun of me
"Wer hat das gesagt?"
verhöhnen sie mich. / fragen sie mich spöttisch. / spotten sie.
they jeer ≈ sie spotten / spotten sie

„Verhöhnen“ ist transitiv („jemand verhöhnt jemanden“), deshalb muss ein Objekt hinzugefügt werden, zum Beispiel „mich“.
Ich sprecherzähle ihnen, was Onkel Ben gesagt hat - dass der Fluss dien Herde nicht zulahinüberlässt, aber ein oder zwei überqueren ihn immer noch, sie rumhängen auf dien Straßen herum, riechen dien Luft, drücken seinihre Flanken gegen die offenen Türen.
Ich erzähle ihnen, was Onkel Ben gesagt hat - dass der Fluss die Herde nicht hinüberlässt, aber ein oder zwei überqueren ihn immer noch, sie hängen auf den Straßen herum, riechen die Luft, drücken ihre Flanken gegen die offenen Türen.

I tell them something
≈ ich sage ihnen etwas (allgemein) ≈ ich erzähle ihnen etwas (wenn es eine längere Geschichte ist)

die offene Tür (Singular)
die offenen Türen (Plural)
Ich sage ihnen nicht, dass ich dern Wolf gesehen habe - wie/dass ich dern Wolf fast jede Nacht sehe.
ihn (Akkusativ) ≈ him
ihnen (Dativ)* ≈ them

* jemand (Nominativ) sagt jemandem (Dativ) etwas



den Wolf < Akkusativ*

* jemand (Nominativ) sieht jemanden (Akkusativ)
Es ist einfach (die) Geschichten zu verspotten.
die Geschichten verspotten = bestimmte, spezifische Geschichten verspotten

Geschichten verspotten = Geschichten ganz allgemein verspotten *

* Hier würde ich eher die unbestimmte Form verwenden, weil ich den Eindruck habe, dass es eher ganz allgemein um Geschichten geht. (≈ Es ist leicht, etwas zu verspotten, was man aus Erzählungen erfährt, was man empfindet, was aber nicht immer offensichtlich, konkret und sichtbar ist.)

Aber es war keine Geschichte für mich.
Es steht aus demr erhebt sich aus dem Schatten des Korridorlicht aufs, wie der Rauch, bis esr auf seinen Hinterbeinen steht, knorrige Pfötemit seinen knorrigen Klauen und gezackten Kiefern bereit ins Fleisch zu landbeißen.
Er erhebt sich aus dem Schatten des Korridorlichts, wie Rauch, bis er auf seinen Hinterbeinen steht, mit seinen knorrigen Klauen und gezackten Kiefern bereit ins Fleisch zu beißen.

er (der Wolf, maskulin)

rises
= steht auf
= erhebt sich

„… steht auf“ sagt man allgemein, besonders bei Menschen. „Er erhebt sich“ passt hier aber stilistisch vielleicht besser, weil es dramatischer, „erhabener“ (more sublime, elevated) klingt.

aus dem Schatten (from the shadow)
Esr kratzt und zischt, atmet mörderische Wolken.
er < der Wolf

(„Es“ wäre möglich, wenn man ausdrücken will, dass es sich nicht nur um einen konkreten Wolf handelt, sondern um eine eher abstrakte Gefahr, die sich nicht konkret definieren lässt.)
Der Wolf wird nicht springen, nicht zuerszuerst nicht. / Der Wolf wird nicht springen, zunächst nicht.
not at first
≈ zuerst nicht
≈ zunächst* nicht

* passt hier stilistisch besser
Esr bewegt sich nicht, einr atmet dier Angst ein, genießt der Fruie Furcht.
Er bewegt sich nicht, er atmet die Angst ein, genießt die Furcht.

Frucht = fruit
Furcht = fear
(Bei dem Wort vertippe ich mich auch manchmal.) :)
Ich wache mit blauen Flecken auf und der Arzt sagt wie, dass ich die Albträume gehabt habe.
mit blauen* Flecken (Dativ)

* mit + Dativ

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